Fruehe Kastration bei Katzen

 

 

 

Die Kastration kann sowohl bei Katern also auch bei Katzen

durchgefuehrt werden und damit ist von einem Totaleingriff

die Rede, der nicht mit der Sterilisation zu verwechseln

ist, wo lediglich Ei- respektive Samenleiter durchtrennt

werden.

 

Das Tier wird bei Kastration vor Gesaeugetumoren, Gebaer-

muttervereiterungen aber auch teilweise vor toedlichen

Krankheiten und katertypischen Leiden geschuetzt. Auch

Kampfverletzungen aufgrund der Revierkaempfe werden ver-

ringert. Je frueher die Kastration erfolgt, desto effektiver

ist das Ergebnis, also am Besten VOR Eintritt der Geschlechts-

reife. Ein positiver Effekt ist, dass fruehzeitig kastrierte

Tiere fast nie markieren und der Urin riecht nicht so extrem.

Trotzdem kursieren nach wie vor die unterschiedlichsten

Meinungen ueber den richtigen Zeitpunkt der Kastration.

 

Nun sind immerhin schon die meisten Tieraerzte bei "wenn

die Tiere 6 Monate alt sind" angekommen (auch wenn sogar die

Bundestieraerztekammer eigentlich die FRUEHE Kastration also

im Alter von ca. 3 - 4 Monaten empfiehlt.

 

Aus medizinischer Sicht gibt es keinen fundierten Grund,

die Kastration hinauszuzoegern. Da heutzutage immer mehr

Katzen frueher geschlechtsreif werden und teilweise schon mit

4 Monaten Babies bekommen; Kater mit 6 bis 7 Monaten teilweise

schon decken oder markieren, waere es sogar wuenschenswert,

die Tiere fruehzeitig zu kastrieren. Ein fruehzeitiger Eingriff

hat auch den Vorteil, dass es sich um einen kleineren Eingriff

handelt und die Tiere sogar erheblich weniger leiden als aeltere

Tiere! Die Narkose kann genauer dosiert werden, der Organismus

wird nicht so sehr belastet, der operative Schnitt is kleiner

und heilt entsprechend auch schneller und die Schmerzen sind

fuer das Tier geringer.

Hinzu kommt, dass juengere Tiere einen niedrigen Hormonspiegel

und somit weniger gestresst sind, wie Tiere, die sich mit etwa

6 Monaten in der Pubertaet befinden und der Hormonspiegel

verrueckt spielt.

 

Bei aelteren Tieren sind die Operationen komplizierter und sie dauern

auch laenger, da das Gewebe schon viel fester ist, bereits

eine Fettschicht besteht und die Organe schon besser durchblutet

sind. Hinzu kommt dass die Tiere mehr Nerven haben und somit

auch grssere Schmerzen. Bei sogenannten "Teenies" wird der

kommt noch hinzu, dass der Hormonapparat abrupt unterbrochen

wird und es Wochen oder gar Monate dauert, bis der Koerper

bereits vorhandene Hormone wieder abbaut.

 

Katzen/Kater die bereits im Alter von 3 Monaten

kastriert werden, bleiben nicht etwas kleiner wie die spaeter

kastrierten Katzen. Auch hat die Kastration keinerlei Einfluss

auf die Knochendichte, Knochenstabilitaet oder dem Durchmesser/

Laenge der Harnroehre oder gar die Organe. Dies sind alles

Ammenmaerchen. Im Gegenteil, eine Fruehkastration kann sich

sogar positiv auf das Wachstum auswirken und die Tiere sind

meist weniger aggressiv wie ihre Artgenossen, die spaeter

kastriert wurden, weil die Pubertaetsphase mit den Hormon-

schueben ausfaellt und keine Rivalitaetskaempfe stattgefunden

haben.

 

Hinzu kommt, dass Rassekatzen so auch geschuetzt

werden, als Gebaermaschine im Keller eines Schwarzzuechters

zu landen oder gar bei einem Massenzuechter dahin zu vegetieren.

Im Sinne des Tierschutzes wird so auch verhindert dass die Zahl

der Mischlinge in den Tierheimen noch weiter waechst oder die

Anzahl der vielen "Rassekatzen ohne Papiere" noch mehr zunimmt,

damit nicht noch mehr Tiere ein trauriges Leben fristen muessen,

weil sie niemand will!

 

 

 

 

 

 

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