Zuechterportrait

 

 

Hallo, mein name ist Daniela Tanja Lautenschlager und ich

begrüsse Sie herzlichst auf der Webseite der Sweetharmony's

Familie.

 

 

Meine Wenigkeit im Jahr 2003

 

... und hier nun ein aktuelles Bild von mir

 

 

Dies ist die Geschichte über unsere Leidenschaft - Perser und

Exotic Shorthair in Chocolate und Lilac! Ein langer und steiniger

Weg mit vielen besonderen Momenten des Glücks, aber auch traurigen

Erfahrungen! In liebevoller Erinnerung an die Katzen, die uns

erlaubt haben, an ihrem Leben teilzunehmen - wir vermissen Euch

so sehr!

 

Unsere Hobbyzucht war jahrelang auf der Mittelmeer-Insel Zypern zu

finden. Jetzt beginnt für uns alle ein neuer Lebensabschnitt in der

neuen/alten Heimat. Wir wünschen nun viel Spaß! Besuchen Sie

uns bald wieder, wir würden uns freuen.

 

 

Das ist mein kleiner Sonnenschein, Aurora Severina, im Jahre 2005...

 

 

... und heute - sie sich zu einer starken Kämpfernatur entwickelt!

 

 

... dies war jahrelang unser Zuhause auf Zypern...

 

 

... und dies ist nun unser neues Zuhause.

 

 

(einfach Bilder anklicken, um mehr von unserem Zuhause zu sehen)

 

 

 

 

"Sweetharmonys (Sweet-Harmony's) Perser & Exotic Shorthair"

Die Geschichte unserer Leidenschaft!

 

 

Im Jahre 1991 kam ich zum Entschluss, mir ein Haustier zuzulegen,

da ich mit Tieren gross geworden bin. Gut, um ehrlich zu sein, habe

ich nicht eine Minute lang an eine Katze gedacht, speziell weil mir

bekannt war, dass ich als Kind allergische Reaktionen bei Katzen

zeigte, aber auch weil Fakt ist, dass Katzen meist ihre eigenen

Wege gehen und ich nicht so recht wusste, ob ich ein Haustier haben

wollte, dass nur zum schmusen kommt, wenn es das möchte.

 

Auf der Suche nach einem neuen Wegbegleiter studierte ich einige

Fachzeitschriften, um mich über die verschiedenen Tiere und deren

Haltung zu informieren. Dabei fiel mir auf, dass immer wieder über

Perserkatzen berichtet wurde und zwar mit den Eigenschaften verschmust,

ruhiges Wesen, anhänglich, ja sogar als Sofa-Tiger wurden sie betitelt.

Die Anmut der abgebildeten Tiere faszinierte mich und langsam vertiefte

sich mein Interesse an diesen Artgenossen. Ich freundete mich umgehend

mit dieser Rasse an, aber die oben erwähnten Vorbehalte (Allergie)

blieben. Trotzdem kaufte ich mir Katzenmagazine, kontaktierte diverse

Züchter und besuchte sie auch. Mit ihrem Fachwissen (heute sehe ich

das auch von einer anderen Seite), imponierten sie mir "Laien"

natürlich. Was mich aber schockierte, waren die Preisvorstellungen

dieser Züchter (aber auch hier musste ich meine Meinung später -

zumindest teilweise - revidieren).

 

Nach diversen Besuchen wurde ich bei einer Hundezüchterin fündig.

Es war "Liebe auf den ersten Blick". Ein Katerchen

"Zozo v.d. Klusmatt", bluesmoke, Einzelkind, der mit Hunde-

babies aufwuchs. Die Gegenargumente waren im Nu vom Tisch gewischt

und der Kaufvertrag unterschrieben. Es dauerte nicht lange, da tat

mit das kleine Wollknaeuel leid, den ganzen Tag so alleine zu sein

und niemanden zum spielen zu haben. Ich sah einen Lilac-Kater in

einem Katzenmagazin, verliebte mich sofort in die Farbe und erwarb

kurzerhand "Yacky v.d. Rietwies" als Spielgefährten.

Zwei Monate später stiess noch eine schwarze Katzendame "Xenia

von SilverShadow" (zufaellig Trägertier des Chocolate-Gens,

was ich damals noch nicht wusste) zu meiner Rasselbande dazu. Die

ersten Gedanken, selbst solche süssen Wollknäuel zu züchten,

kamen auf. Aber was bedeutet es "Züchter" zu werden? In

erster Linie stellt man sich das einfach vor, man hat einen Kater

und eine Katze und die Sache läuft von alleine. Weit gefehlt!

 

unser erstes Dream-Team:

unser erster Wurf:

 

Nun, zuerst fragte ich die Verkäufer meiner Lieblinge, ob ich über-

haupt mit diesen Tieren züchten dürfte und nach Begleichung des

Differenzbetrages und dem Beitritt bei der FFH Schweiz hatte ich

grünes Licht. Als neuer Zuüchter konnte man aber nicht auf die Hilfe

der erfahrenen Züchter hoffen. Es wurden einem Märchen über be-

stimmte Dinge erzählt und ich machte natürlich den Fehler und habe

diese Angaben geglaubt und mich auf meine neuen "Züchterfreunde"

verlassen. Tja und dann stand ich wieder alleine da mit all meinen

Fragen und wusste nicht, wo ich anfangen soll.

 

Ich erwarb 1993 noch je eine creme-weiße "Angel Vandenbird", eine lilac-

weiße Katze "Dolitta v. Achheim" sowie je einen lilac-weißen

"Toy-Tiger v. Achheim" und blau-weißen harlekin Kater

"Mac Killroy v. Achheim" (Trägertier). Denn soviel hatte ich

mittlerweile in Erfahrung gebracht, diese Farbe konnte nur über diese

Farbe und Trägertiere zustande kommen. Was das mit den Trägertieren

auf sich hatte, wusste ich damals aber noch nicht.

 

Bestrebt, mein Fachwissen weiter zu vertiefen, kaufte ich noch mehr

Literatur über Genetik und Zucht und arbeitete mich durch. Die strengen

Richtlinien des Vereines machten das Ganze nicht einfacher. Nachdem

"Zuchttiere" in der FFH mindestens ein "vorzüglich" an

einer Ausstellung erreicht haben müssen, wagte ich also den Schritt, ohne

eine Ahnung zu haben, wie eine Ausstellung abläuft und was man alles

vorbereiten muss, wie man die Tiere zu "groomen" hat, etc. und

meldete mich an. Das Ergebnis dieser Ausstellung liess auch nicht lange auf

sich warten. Ich wurde von anderen Züchtern verspottet und von den

Richtern belächelt. So lernte ich eine weitere Lektion über den

"Typ", "Zuchtkatzen" und "Ausstellungskatzen".

 

Sicher, meine Katzen waren gesund, aber ich hatte sie weder gebadet,

gepudert noch sonst irgendwelche Vorbereitungen getroffen und war fest

der Überzeugung, dass ein schön gebürstetes Fell ausreichen würde.

Ja, heute kann ich auch darüber lachen, aber damals... Gut, ich erhielt

zwar ein "vorzüglich" für die ausgestellten Tiere jedoch ohne

Zertifikat und mit dem Vermerk in jedem Richterbericht: Die Katzen könnten

besser "gegroomt" sein. Da stand ich also, bitter enttäuscht.

Noch enttäuschter vom Aussehen meiner Liebsten. Ich war den Tränen

nahe, dabei hatte ich doch schon so viel Geld investiert und dann dieses

Ergebnis. Es hatte mir ja auch nie jemand zuvor gesagt, was es mit der

Chocolate/Lilaczucht auf sich hat betreffend der standardtypischen

Merkmale. Mir gefiel nur auf Anhieb die Farbe, ohne zu wissen, was da noch

auf mich zukommen würde...

 

Aufgrund meiner heutigen Erfahrungen muss ich ja auch zugeben, dass mir

einige der Züchter, von denen ich damals die Tiere als "Zucht- und

Ausstellungstiere" gekauft hatte, einen Bären aufgebunden hatten.

Ich selbst würde 90 % dieser Tiere heute als reine Liebhabertiere be-

titeln, aber das sind eben diese Erfahrungen die wohl viele "Anfänger"

machen mussten (es macht die Tiere nicht weniger liebenswert, der Weg

wäre vielleicht nur etwas weniger hart gewesen).

 

Ich setzte mich also noch einmal über die Bücher und überlegte, was

geändert werden musste. Dabei machte ich sicherlich noch weitere Anfänger-

fehler. Bewusst wurde mir nur, dass ich zwingend eine Zuchtumstellung

machen musste, jedoch wusste ich noch nicht wie und schon gar nicht, was

das Beste wäre. Einer meiner "Züchterfreunde", der sich schon

länger mit der Choco-Zucht befasste, hat mir dann empfohlen, den blue-smoke

Kater zu kastrieren, weil er für die Choc./Lilac-Zucht nicht nützlich wäre.

Was ich nach dem ersten Wurf von ihm leider auch tat. Gleichzeitg brachte ich

alle Jungtiere bei Liebhabern unter und somit verlor ich diese Linie komplett

(Zozo blieb natürlich trotzdem bei mir, er verstarb 2004 und ich verlor einen

Seelenverwandten). Dann kam die Trennung von meinem damaligen Freund und er

nahm den Lilac-Kater Yacky mit, als sich unsere Wege trennten, da wir ja die

Katzen zusammen gekauft hatten. Den blau-weißen Kater verschenkte ich an

Freunde und das creme-weiße Mädchen musste ich auch einzeln plazieren, weil

sie sich in der Gruppe nicht wohl fühlte und ständig alle Orte - ausser dem

Katzenklo - für ihre "Geschäfte" missbrauchte.

 

Mein erster Wurf von lilac-weißen Babies folgte. Gut, ich stellte die

Kleinen im Kittenalter aus und es wurde bemängelt, dass sie zu wenig

Weißanteil hatten. Aus diesem Grund gab ich alle Kitten ebenfalls an Lieb-

haber ab. Hätte ich zum damaligen Zeitpunkt gewusst, was ich heute weiß,

hätte ich dies mit Sicherheit nicht getan, sondern mit diesen Tieren

gearbeitet.

 

 

Auch hätte ich meinen Bluesmoke-Kater, nicht kastrieren lassen, sondern,

versucht, über einfarbige Tiere mindestens Trägertiere in Smoke zu

bekommen. Aber das war ja auch noch so ein Punkt; züchten mit Smoke und

Bicolor, eine Sache die zum damaligen Zeitpunkt in Kombination unmöglich

war, da verboten, zumindest im damaligen Verein, also immer getrennte

Haltung erforderte, was bei mir damals sowieso nicht möglich gewesen wäre

und auch heute noch für mich unvertretbar ist, aber der Kater war ja dann

sowieso kastriert und das Thema vom Tisch.

 

Nach und nach bekam ich dann endlich die Kontakte, auf die man bauen

konnte (zumindest teilweise) und ich hatte endlich wahre Züchterfreunde,

mit denen ich mich austauschen konnte.

 

Nach all diesen Erfahrungen startete ich mit neuen Zuchtkatzen durch und

begann, Perser in den Farben Chocolate und Lilac self zu züchten. Nach

einiger Zeit wollte ich dann doch noch eine weitere Farbe in meiner

Zucht und so entschloss ich mich von einer befreundeten Züchterin in

der Schweiz einige tabby und silber-tabby Katzen zu kaufen und so

kamen dann auch die Exotic Shorthair Katzen in meine Zucht.

 

Es lief alles traumhaft und es war die große Zeit der Chocolate- und

Lilac Züchter in Europa und natürlich begann auch der Konkurrenzkampf.

Gut, ich war damals sehr engagiert. Ich dachte damals, ich hätte gute

Freunde, speziell eine Person, Gabi, aber auch da musste ich später

feststellen, dass diese Freundschaft nur einseitig war. Ich übernahm

die Leitung der ChocLi IG zusammen mit Angelika Mattern. Nach meiner

Amtsperiode gründete ich zusammen mit Gabi die ARGE Chocolate und

Lilac. Eine Arbeitsgemeinschaft rund um Chocolate und Lilac, unab-

hängig von der Rasse, um Erfahrungen auszutauschen.

 

Ja ich gebe zu, ich war damals naiv und habe einige Fehler gemacht.

Ich hatte Katzen von meiner sogenannten Freundin übernommen, die sie

nicht mehr haben wollte und sie vermittelte mir und einer weiteren

Freundin in der Schweiz Katzen, die wir von anderen "Züchtern" aus

Mitleid mitgenommen haben, obwohl der Zustand der Tiere schon nichts

Gutes verhiess, standen bei uns die Tiere im Vordergrund. Sie wurden

in separaten Zimmern gehalten, bis alle Untersuchungsergebnisse vor-

lagen. Wir haben versucht aufzupäppeln, was noch aufzupäppeln war,

nach Genesung sind diese Tiere an Liebhaber gegangen, andere mussten

eingeschläfert werden. Ja schön blöd, aber diesbezüglich waren

wir wirklich zu wenig "Züchter", denn für uns stand das

einzelne Tier im Vordergrund. Nun ja, auf Empfehlung von meiner

"Freundin" aus Deutschland habe/n ich/wir dann auch noch

einige Tiere aus Berlin und Siegburg gekauft resp. getauscht und

dann kam, was kommen musste. Eines Tages hatten wir Besuch in der

Schweiz, es wurden Tiere rausgeholt, sogar eine Katze bei mir, die

kurz vor der Geburt stand (soviel zum Thema Tierliebe seitens der

anderen Züchter), es wurden Lügengeschichten über uns verbreitet

und es wurden sogar Rundtelefonate ins Leben gerufen, um mich und

meine Freundin in der Züchterszene zu vernichten. Wie ihr seht, ich

existiere immer noch, mein Ruf ist immer noch ruiniert und wer das heute

noch glaubt, tut mir einfach nur leid, denn im Gegensatz zu den anderen

habe ich die Berichte und Rechnungen der Tierärzte. Es war wohl

eher die Angst dieser Leute, dass rauskommen könnte, was diese Leute

so alles verbockt hatten, die sie zu diesem Schritt bewogen hat.

 

Fakt ist, diejenigen, die uns damals schlecht gemacht haben und ihre Tiere

bei uns rausgeholt haben, sind alle längst keine Züchter mehr, was

einfach nur beruhigend ist, denn so ist zumindest von deren Seite keine

Gefahr mehr da, wehrlose Wesen aus Profitgier zu quälen. Bei meiner

sogenannten Freundin sind Katzen mit Hungerödemen rausgeholt worden,

die züchtete im Anschluss Hunde. Bei den anderen war der Tierschutz vor

Ort und die haben lebenslanges Zuchtverbot, die anderen die sich das Maul

zerissen haben, wurden als Katzenmessi entlarvt und über 100 Tiere

wurden rausgeholt. Ja und der andere im Bunde hat mir tatsächlich

vor gar nicht allzu langer Zeit angeboten, eine Zusammenarbeit an-

zustreben (soviel zum Thema, dass ich mit meinen Tieren schlecht

umgegangen bin).

 

Nun, Fakt ist auch, dass meine Freundin und ich im Jahr 2002 zusammen

rund CHF 35.000 investiert haben, um unsere eigenen Katzen und Kitten

zu retten, da wir uns aufgrund des Katzentauschs jegliche erdenklichen

Seuchen reingeholt hatten, von Herpes über Pilz und FIP, PKD etc.

war alles vertreten. Wir hatten unsere Vereine orientiert und diese

haben uns den Rücken gestärkt und wir hatten 4 Tierarztpraxen die

uns mit ihrem unermüdlichen Einsatz geholfen haben, zumindest einen

kleinen Teil der Katzen zu retten. Viele Jungtiere von uns konnten

damals leider nicht gerettet werden, denn für die Kleinen war das

alles einfach zu viel. Ja, im Gegensatz zu den verbreiteten Lügen

ohne jegliche Grundlagen, können wir alles belegen inklusive Anwalt

den wir eingeschaltet hatten. Leider auch ohne Erfolg, denn Tiere

sind ja leider immer noch eine Sache und es gab keine Möglichkeit,

unsere Tiere zu retten. Die Tiere, die wir getauscht hatten (und

gesund übergeben worden sind), blieben verschollen und es ist

immer noch schmerzhaft, nicht zu wissen, was mit ihnen passiert ist.

Einen Kater hatte ich später wieder gefunden, weil er illegal verkauft

worden ist und diese Käuferin mich kontaktiert hatte, weil der Kater

Herzprobleme hatte (wohl aufgrund der vielen illegalen Medikamente,

die ihm am neuen Ort verabreicht worden sind, denn bei mir war er

bei den Tierarztkontrollen unauffällig) und im Anschluss bekam er

auch noch FIP und wurde eingeschläfert. Von den anderen Tieren

fehlte jede Spur, aber ich denke, viele haben es bei dieser grausamen

Haltung eh nicht überlebt, das ist der einzige Trost für mich. So

mussten sie wenigstens nicht allzu lange leiden. Ich bin nicht die

einzige Person, die Opfer dieser Leute geworden ist, aber Ehrlich-

keit siegt am Ende immer.

 

Leider kam auch noch diese leidige PKD-Geschichte dazu (damals noch

ohne DNA-Tests) und viele Tiere, auch sehr viele namhafte Chocolate-

und Lilac-Katzen mussten aus den Zuchtstätten genommen werden.

Vielleicht sind auch einige Tiere darunter gewesen, die zwar eine

Zyste hatten, die nichts mit PKD zu tun hatte, aber das wusste man

damals ja nicht. Wer seriös gezüchtet hat, hat einfach nicht mit

diesen Tieren weiter gezüchtet.

 

Nun, trotz all dieser grausamen Vorkommnisse war 2002 auch gleichzeitig

ein Glücksmoment für mich. Mein erstes chocolate-smoke Mädchen

wurde geboren und überlebte sogar das ganze Drama! Das nächste Ziel,

das ich mir gesteckt hatte, war Jungtiere in Chocolate- und Lilac

Bicolor/Van/Harlekin zu erhalten, was ich natürlich baldmöglichst

erreichen wollte, denn aufgeben kam für mich nicht in Frage. Meine

Freundin und ich haben unser eigenes Ding durchgezogen und es war

egal, was die Leute über uns redeten. Wir wussten ja, was Sache

ist und wer sich kein eigenes Bild über unsere Zuchten machen wollte,

sollte halt glauben, was man erzählte. Fakt war, dass wir in FIFe-

Vereinen waren, die jederzeit unangemeldete Zwingerkontrollen hätten

durchführen können und wo sogar vorgeschrieben wurde, wieviel Platz

pro Tier zur Verfügung stehen muss, wie also hätten unsere Zucht-

stätten nicht in Ordnung sein sollen, während genau diese Leute,

die uns schlecht machten in irgendwelchen freien Vereinen unterge-

kommen waren, wo es niemanden interessierte, wie es den Tieren ging

und wie sie gehalten wurden.

 

Wir machten weiter und hatten Freude an unseren Kitten und darüber,

dass unsere unermüdliche Arbeit belohnt wurde. Wir (meine Freundin,

mein damaliger Lebensgefährte und ich) zogen sogar zusammen in ein

großes Haus und alle Katzen waren wieder glücklich vereint. 2004

wurde ich dann schwanger. Ich freute mich auf meine Tochter, doch

der Papa verliess uns, als ich im 5. Monat war. Ich zog aus der

Wohngemeinschaft aus, da auch die Freundschaft unter dieser Trennung

und den ganzen Umständen gelitten hatte und plötzlich auch noch

meine Katzen Vergiftungserscheinungen aufzeigten und teilweise sogar

starben. Nun gut, neues Domizil war gegeben, jobtechnisch sah es aber

nicht rosig aus als Alleinerziehende und so entschloss ich mich, meinen

Eltern zu folgen und nach Zypern auszuwandern. So hatte ich wenigstens

jemanden der sich um meine Tochter kümmern konnte während ich für

unseren Lebensunterhalt sorgte. Gesagt, getan. Leider durfte ich aber nur

2 Katzen bei unserer Abreise mitnehmen.

 

Die anderen Katzen brachte ich schweren Herzens bei einer Züchterin

in Belgien unter, die schon einen Kater von mir hatte, mit vertrag-

licher Vereinbarung, dass sie 2 Katzen behalten würde und die rest-

lichen Tiere zu mir nach Zypern schicken würde, sobald ich ein festes

Domizil gefunden habe. Ruhigen Gewissens, im Glauben diesmal alles

abgesichert zu haben, verliess ich die Schweiz mit meinen 2 Katzen (ich

habe damals die 2 ältesten Katzen mitgenommen, da ich denen keine

neuen Mitmenschen zumuten wollte und sie trotz Veränderung das

Gefühl haben sollten, dass sie sicher sind). Meine geliebte Candy

ist auch 2007 hier auf Zypernverstorben und ich habe sie im Garten meiner

Eltern beerdigt.

 

Einen Monat nach meiner Ankunft auf der Insel kam dann die erste

Hiobsbotschaft, dass eine meiner Katzen verstorben ist. Ich war zwar

sehr traurig, aber es kann ja immer mal etwas passieren, also machte

ich mir keine grossen Gedanken darüber, auch wenn vor Übergabe alle

Tiere getestet und geimpft worden sind, um sicherzustellen, dass man

mir im Anschluss nichts nachsagen kann, falls etwas sein sollte. Nun

als dann wenig später die nächste E-Mail ankam und mir die Nachricht

über den Tod einer weiteren Katze berichtet wurde, wurde ich hellhörig

und habe eine Bekannte in Deutschland gebeten, mal in Belgien nach-

zusehen (sie wohnte nicht allzu weit weg von der Grenze und für

mich war es nicht möglich dorthin zu fliegen mit Kleinkind). Gut sie

hat sich das wohl angesehen, kurzerhand die Tiere (bis auf 2) dort rausge-

holt und ich erhielt Fotos von Katzen wo bis auf die Knochen abgemagert

waren, Hungerödeme aufwiesen, Pilz und der grüne (sorry) Rotz aus

Augen und Nase lief. Ich heulte Rotz und Wasser. Einige überlebten die

Rettungsversuche nicht, da die Hilfe zu spät kam. Den anderen ging es wohl

nach geraumer Zeit wieder gut.

 

Die Tiere, inklusive neuem Kater, den ich bezahlt hatte, sollten, sobald

sie gesund waren, hierher kommen. Schlussendlich ist dann der Kontakt

zu dieser Person auch abgebrochen, weil sie ihre Zucht eingestellt hat

und die Tiere habe ich nie wieder gesehen. So kam es, dass ich alle Katzen

aus meinem alten Bestand (mit Ausnahme des einen Mädchens, dass ich eben-

falls mitgenommen hatte) verloren habe. Galaxy, so hiess sie, brachte nach

meiner Zuchtpause 2010 ihre ersten und leider auch letzten Kitten zur Welt

und verstarb im Alter von 6 Jahren kurz nachdem die Kitten selbstständig

waren und alleine überleben konnten. Ich sehe es heute noch als ihr

Abschiedsgeschenk an mich an. Ich hatte dann noch einen Fehlgriff gemacht

und wieder jemanden vertraut, der mich bitter enttäuscht hat (heute muss

ich mir eingestehen, dass ich wieder einmal mehr naiv gehandelt hatte,

denn diese Person hat ja auch mit Katzen von den Leuten gezüchtet, die

bei uns damals Tiere rausgeholt haben und wer das macht, kann ja nur

skrupelos sein). Ja, ich habe diese Tiere alle konsequent aus meiner

Zucht genommen und bei Liebhabern platziert, nachdem ich diesen Züchter

angefragt habe, ob er seine Tiere wieder haben wolle und dieser dann seine

Tiere nicht zurücknehmen wollte, da wohl das Geld doch wichtiger war.

Da ich mir nicht nachsagen lasse, dass ich meine Zucht auf solchen Tieren

aufbaue (da bin ich konsequent), habe ich mich zu diesem Schritt ent-

schlossen, auch wenn die Tiere nichts dafür können, woher sie abstammen.

Es geht ihnen gut wo sie jetzt sind und das ist das Wichtigste. Diese

Person ist dann auch noch so dreist und verbreitet mittlerweile Lügen-

geschichten über mich, so what, ich kann nicht mehr wie anbieten, die

Tiere zurückzugeben.

 

Ich bin nach wie vor am Aufbau meiner Zucht. Aus sentimentalen Gründen

habe ich mir Tiere ausgesucht, die die Linien meiner alten Tiere in sich

tragen (wenn auch das Chocolate-Gen noch fehlt), so dass ich hoffentlich

eines Tages wieder an meine alte Zucht anknüpfen kann und ich zumindest ein

kleines bisschen meine alten Lieblinge wieder bei mir habe. Meine neuen

Lieblinge werden meine alten Katzen zwar nie ersetzen können, weil jede

Katze einzigartig im Wesen war und jede auf ihre Art liebenswert, aber

wenigstens bleibt so die Erinnerung an sie aufrecht erhalten.

 

Ich werde weiterhin Tabby, Silber-Tabby, Smoke aber auch einfarbige Perser

und Exotic Shorthair in Chocolate und Lilac züchten, sowie natürlich

meine geliebten Bico's, Harlekin und Vans. Was mir noch fehlt, ist der

richtige Kater, der mir die Trägertiere in diesen Farben zurück bringt.

Ja, ich hätte meinen Traumkater für meine Mädels fast gehabt, wenn nicht

irgend jemand in Deutschland wieder bei diesem Züchter Lügengeschichten

über mich erzählt hätte (der auch noch so feige ist und sich nicht

stellt, da er sonst eine Verleumdungsklage von mir an der Backe gehabt

hätte) und dieser Züchter so wieder vom Kaufvertrag zurückgetreten ist.

Wahrscheinlich ist es wieder so ein Idiot, der mich nicht einmal persönlich

kennt. Die Frechheit, dann auch noch zu behaupten, dass ich meine Katzen in

Transportkisten halten würde, hat das Fass zum überlaufen gebracht. Es

ist einfach nur armselig, aber noch armseliger, dass Leute so etwas auch noch

glauben und sich nicht einmal selbst ein Bild davon machen. Nun, der Unter-

schied von mir zu und anderen ist, jeder kann hier bei mir unangemeldet vorbei-

kommen, ich habe nichts zu verbergen. Auf meiner Homepage ist das ganze

Haus abgebildet und hier gibt es auch keine Gebäude, die unterkellert sind,

also nicht einmal Räume, wo man noch etwas verstecken könnte. Schade,

wer solche Lügen verbreiten muss, ist einfach unterste Schublade.

Ihr macht euch nur gegenseitig das Geschäft kaputt! Ich brauche keine

Katzen aus Deutschland, um mein Ziel zu erreichen. Auf der ganzen Welt

gibt es schon bessere Chocolate- und Lilac-Katzen, da brauche ich nicht

die Linien, die ich sowieso schon habe. Viel Spass auch damit.

 

Übrigens, wer dann auch noch erzählt, dass Katzen bei mir sowieso nicht

lange bleiben hat ja auch irgendwo Recht. Aber wer meine Geschichte

gelesen hat, kann vielleicht auch etwas nachvollziehen, warum! Wie

können die Katzen lange bleiben, wenn Sie rausgeholt wurden, vergiftet

wurden oder gar ihr Leben bei Leuten lassen mussten, denen ich sie vorüber-

gehend! anvertraut hatte. Oder eben von den Leuten illegal weitergegeben

wurden? Nun, ich kann auf solche "Freunde" verzichten, ganz

ehrlich, das was mich heute nach wie vor beschäftigt ist nur dieser

eine Punkt, wo sind die Katzen hin und hatten sie wenigstens ein schönes

Leben (die meisten Tiere dürften mittlerweile aus Altersgründen ver-

storben sein, aber sie haben einen ewigen Platz in meinem Herzen)!

 

Es war ein harter, steiniger Weg. All dies zu bewältigen und verkraften

war nicht einfach, ich habe aber nie aufgegeben und werde auch weiter-

hin züchten, denn das bin ich auch meinen geliebten Katzen von früher

schuldig. Ich kann immerhin schon auf über 20 Jahre Zuchterfahrung zurück-

blicken, auch wenn ich mich immer noch eher als Liebhaber und nicht als

Züchter ansehe. Ich habe noch nie Profit aus meinen Tieren gemacht,

die meisten Jungtiere habe ich an Liebhaber abgegeben, weil sie so ein

schönes Leben hatten und nicht bei skrupellosen Züchtern ausgebeutet

werden konnten und die Erfahrung hat ja gezeigt, wozu Züchter imstande

sind, das wollte ich den Kitten, die ich so liebevoll aufgezogen hatte,

nicht antun (wäre ich nur immer diesem Leitsatz treu geblieben, hätte

ich einigen ein grosses Leid erspart). Ja, was das anbelangt, so kann

man mich vielleicht schuldig sprechen. Ich, respektive meine Menschen-

kenntnisse haben oft versagt, weil ich immer zuerst an das Gute im

Menschen glaube. Das hat mir jedoch nur schlaflose Nächte bereitet

und meinen Lieblingen einen Leidensweg, den sie nicht verdient haben!

 

Eines habe ich mir jedoch geschworen: Ich werde einem Neuzüchter immer

mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit er nicht den gleichen Weg

gehen muss. Ich bin die Erste, die begeistert ist, wenn ein anderer

Züchter Erfolg mit seinen Tieren hat. Neid kenne ich nicht.

 

Diese Geschichte ist speziell den folgenden Katzen gewidmet, die ihr

Leben auf unterschiedlichste Weise verlieren mussten, weil es gewissen

Menschen nur um den Profit geht und nicht um Tierliebe:

 

 

Timberland dell'Iris Blu (verschollen)

Sunrise v. Dreilinien (verstorben in Deutschland)

Futurino v. Antennaria (verschollen)

Kiralys Emma Peel (vergiftet)

Sweetharmony's It's A Sin (verschollen)

Sweetharmony's Cover-Boy (verschollen)

Sweetharmony's Lady-Killer (verschollen)

Pussini's Sweet Dreams (wurde rausgeholt und weiter vermittelt,

glücklicherweise dort kastriert, weil er anfing zu markieren)

Pussini's Velvet (wurde rausgeholt, verschollen)

Hada-Grisetta v. Antennaria (hat den Aufenthalt in Belgien nicht überlebt)

Pussini's Tiffy (hochschwanger rausgeholt, sie und die Kitten haben das

wohl nicht überlebt)

El Zaburs Pastelle (vergiftet)

Indian-Summer v. Antennaria (aus Belgien gerettet, dann verschollen)

Sweetharmony's Future Dream (erst verschollen, dann bei neuem Eigentümer

wegen FIP eingeschläfert)

Swinging Cats Forever in Blue Jeans (rausgeholt, verschollen)

Sweetharmony's Purple Rain (verschollen)

Sweetharmony's Dream-Doll (aus Belgien gerettet, dann verschollen)

Bocasana's Warpaint (aus Belgien gerettet, dann verschollen)

Sweetharmony's Showtime (aufgrund der Seuchen, die wir uns 2002

reingeholt hatten, waren seine Gliedmassen verkümmert, eingeschläfert

weil er nie hätte laufen koennen)

Sweetharmony's Bolero (hat die Seuchen 2002 nicht überlebt)

Sweetharmony's Choc.Chipsy (hat die Seuchen 2002 nicht überlebt)

Sweetharmony's Dolce Gabana (in Belgien verstorben)

El Zaburs Bella Bellissima (vergiftet)

El Zaburs Ink Spot (aufgrund der Vergiftungen verstorben)

Ugo Boss de la Madrilene (vergiftet)

Sweetharmony's Choc. Swirl (aus Belgien gerettet, verschollen)

Sweetharmony's Wild Honey (in Belgien verschollen)

Sweetharmony's Desert Rose (aufgrund der Vergiftungen verstorben)

Sweetharmony's Wild Fire (aufgrund der Vergiftungen verstorben)

Sweetharmony's Honey Paws (verschollen)

Sweetharmony's Desperado (aufgrund der Vergiftungen verstorben)

Sweetharmony's Braveheart (aus Belgien gerettet, verschollen)

Sweetharmony's Chiara (aufgrund der Vergiftungen verstorben)

Sweetharmony's Sugar Baby (aufgrund der Vergiftungen verstorben)

Sweetharmony's GoForGold (in Belgien verstorben)

 

 

Ihr lebt weiter in meinem Herzen (eines Tages sehen wir uns wieder)!

 

So, nun wünsche ich Ihnen nur das Beste und hoffe, Sie haben Freude an

den Fotos unserer Lieblinge und wer uns dennoch persönlich kennen-

lernen will, ist herzlich dazu eingeladen!

 

Herzlichst

Daniela mit Familie und Pfotis

 

 

 

 

Copyright Sweetharmony's Persians & Exotic Shorthair 1991-2017

 

created by Daniela Lautenschlager